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Ückendorf Kunstführer

Kunst im Kreativ.Quartier Ückendorf: was war, was ist

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Kapitel
Orte
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Künstlersiedlung Halfmannshof: Ateliers in Ückendorf seit 1931

Die Künstlersiedlung Halfmannshof am Halfmannsweg 48–54 ist ein Ort für Kunst in Gelsenkirchen-Ückendorf seit 1931. Sie wurde als Ateliergemeinschaft auf dem Grundstück eines ehemaligen Bauernhofs gegründet. Heute ist sie Teil des Kreativ.Quartiers Ückendorf. Es gibt Mietateliers, Multifunktionsräume und Angebote zum Wohnen und Arbeiten auf Zeit. Als Ansprechpartner nennt die Stadt Gelsenkirchen ihr Referat Kultur (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Künstlersiedlung_Halfmannshof/_Geschichte_des_Halfmannshofs.aspx).

Wie entstand die Künstlersiedlung Halfmannshof?

Die Stadt Gelsenkirchen begann im Herbst 1931, den Halfmannshof als Künstlersiedlung aufzubauen. Der Hof war am 1. April 1926 in ihren Besitz übergegangen. Die Idee hatte der damalige Wohlfahrtsdezernent. Er knüpfte an den Bauhaus-Gedanken an, mehrere Künstler unter einem Dach zu vereinen (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchen-Ückendorf).

Die fünf Gründungsmitglieder der Künstlersiedlung Halfmannshof orientierten sich am Bauhaus. Das Bauhaus wollte Handwerk und Kunst zusammenbringen. Bis zum Krieg wuchs die Gemeinschaft auf 15 Bewohner. 1938 kam ein Fachwerk-Bauernhaus hinzu. Es war beim Bau der A2 abgerissen und auf den Halfmannshof versetzt worden (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Künstlersiedlung_Halfmannshof/_Geschichte_des_Halfmannshofs.aspx).

Der Halfmannshof gehört laut Wikipedia zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Dort arbeiteten Kunsthandwerker, Designer und freie Künstler Tür an Tür (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halfmannshof).

Was geschah in der NS-Zeit?

Die Rolle der Künstlersiedlung Halfmannshof in der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt Wikipedia als ungeklärt. Die vorwiegend traditionell arbeitenden Künstler seien von der NS-Kulturpolitik offenbar geschätzt worden. Wie weit sie dem Regime ideologisch nahestanden, sei offen. 2008 entschieden die Bewohner, diese Geschichte wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halfmannshof).

Warum war der Halfmannshof in den 1960er Jahren bekannt?

In den 1960er und 1970er Jahren öffnete sich der Halfmannshof der Avantgarde. Es gab überregionale Ausstellungen und bis in die 1990er Jahre internationale Künstleraustausche. Zuvor war der Hof im Krieg teilweise zerstört worden. 1945 gründete sich der Verein Künstlersiedlung Halfmannshof e.V., 1956 entstand eine Ausstellungshalle. Einige Skulpturen aus der Zeit der Austausche stehen noch heute im Außenbereich des Hofes (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Künstlersiedlung_Halfmannshof/_Geschichte_des_Halfmannshofs.aspx).

Höhepunkt der Avantgarde-Jahre am Halfmannshof war laut Wikipedia eine Ausstellung mit Künstlern der Gruppe ZERO. Ihre Eröffnung am 22. November 1963 wurde von der Nachricht der Ermordung John F. Kennedys überschattet (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halfmannshof).

Was änderte sich ab 2010?

2010 beschloss die Stadt Gelsenkirchen, mit dem Halfmannshof neue Wege zu gehen. Damals lebten nur noch neun Künstlerinnen und Künstler dort. Die Ausstellungshalle wurde zugunsten neuer Wohnungen für Kreative abgerissen. Die alte Schmiede wurde zu Wohn- und Atelierflächen umgebaut und der Innenhof umgestaltet. Die neuen Reihenhäuser ließen sich für Künstler nicht finanzieren und wurden ab 2015 frei vermietet. Die Stadt schreibt selbst, diese Veränderung habe tiefe Spuren hinterlassen (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Künstlersiedlung_Halfmannshof/_Geschichte_des_Halfmannshofs.aspx).

Bis Ende 2012 war der Halfmannshof laut Wikipedia ein Wohn- und Gemeinschaftsprojekt von bis zu neun Künstlerfamilien. Geleitet wurde es vom Verein Künstlersiedlung Halfmannshof e.V. Danach begann der Umbau zu einem Kreativquartier für mehr als 20 Kreative in neuer Trägerschaft (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halfmannshof).

Zu „Licht an“ 2015 kündigte das Programmheft an, dass der Halfmannshof erstmals nach den Umbauarbeiten wieder Gäste empfängt. Die Eröffnung war im neuen Veranstaltungs- und Versammlungsraum geplant. Er liegt dort, wo früher die Schmiede war (Quelle: gelsenkirchen.de/de/_meta/aktuelles/artikel/anhang/778-brosch_licht_an_2015_f_web.pdf).

Bei „Tür auf“ 2024 war der Hof der Künstlersiedlung Halfmannshof als Ort des Auftakts am Samstag um 14 Uhr angesetzt. Das Programmheft verwies anschließend auf sieben Orte auf dem Halfmannshof, die Besucherinnen und Besucher erwarteten (Quelle: gelsenkirchen.de/de/_meta/veranstaltungskalender/anhang/2483-tuer_auf_2024_programmheft.pdf).

Was bietet der Halfmannshof heute?

Mitten in der Künstlersiedlung Halfmannshof liegt heute das Co.Laboratorium. Es ist ein Angebot zum Wohnen und Arbeiten für Künstlerinnen, Künstler und Kreative. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht dazu Angebot und Preise sowie einen Lageplan der Siedlung (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Künstlersiedlung_Halfmannshof/).

Auf dem Halfmannshof finden laut Stadt Residenz-, Kunst- und Kulturprojekte statt. Er gehört zum Kreativ.Quartier Ückendorf und zu einem Netzwerk von Kultureinrichtungen und Universitäten. Er bietet Räume für Meetings, Workshops und Projektarbeit (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Künstlersiedlung_Halfmannshof/_Geschichte_des_Halfmannshofs.aspx). Veranstaltungen und Öffnungen bitte bei der Stadt oder dem Hof selbst prüfen.

Im Workshop „Bildende Kunst“ des Kulturentwicklungsplans 2022 nannten Teilnehmende den Halfmannshof als Beispiel. Das Potenzial vorhandener Räume für Künstlerinnen und Künstler werde nicht genutzt (Quelle: gelsenkirchen.de/de/rathaus/buergerbeteiligung/kulturentwicklungsplan/_doc/KEP_Workshop_Bildende__Kunst_02.06.2022_Protokoll.pdf).

Wo liegt der Halfmannshof?

Die Künstlersiedlung Halfmannshof liegt am Halfmannsweg 48–54 in Ückendorf, nahe der Halde Rheinelbe (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halfmannshof). Laut Stadt Gelsenkirchen reicht das Kreativ.Quartier Ückendorf von der Künstlersiedlung Halfmannshof im Westen bis zur Ückendorfer Straße (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Kultur/Kultur-_und_Veranstaltungsorte/Kreativquartier_Ueckendorf___Halfmannshof/). Den Weg dorthin beschreibt der Rundgang durch Ückendorf, die Halde die Seite Halde Rheinelbe.

Weiter im Kapitel Orte

  1. Ateliers und Kunstorte in Gelsenkirchen-Ückendorf
  2. Künstlerinnen und Künstler in Ückendorf: Vereine, Siedlungen, Anlaufstellen
  3. Rundgang durch Ückendorf: von der Heilig-Kreuz-Kirche zur Halde Rheinelbe
  4. Heilig-Kreuz-Kirche Gelsenkirchen: Backsteinexpressionismus als Veranstaltungsort
  5. Halde Rheinelbe: Himmelstreppe und Skulpturenwald in Ückendorf