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Ückendorf Kunstführer

Kunst im Kreativ.Quartier Ückendorf: was war, was ist

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Halde Rheinelbe: Himmelstreppe und Skulpturenwald in Ückendorf

Die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf ist eine ehemalige Bergehalde der Zeche Rheinelbe. Auf ihrem Gipfel steht die rund zehn Meter hohe „Himmelstreppe“ des Künstlers Herman Prigann. Spiralförmige Wege führen hinauf. Im umliegenden „Skulpturenwald“ stehen weitere seiner Arbeiten (Quelle: route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-rheinelbe/). Die Halde gehört zur Route der Industriekultur.

Woher kommt die Halde Rheinelbe?

Die Zeche Rheinelbe wurde 1861 gegründet und schon 1928 stillgelegt. Ihre Halden blieben aber in Betrieb. Sie wurden weiter aufgeschüttet und teils wieder abgetragen, wenn das Restgestein als Baustoff gebraucht wurde. Die letzte Aufschüttung erfolgte 1999. Danach wurde die Halde ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park (Quelle: route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-rheinelbe/).

Die Halde Rheinelbe ist laut Wikipedia eine begehbare Bergehalde an der Leithestraße nahe dem Halfmannshof. Sie ist rund 100 Meter über Normalhöhennull hoch. Anfang 1976 wurde sie mit 867.000 Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Sie zählt zu den brennenden Halden. Kohlereste im Inneren können sich selbst entzünden, gemessen wurden Temperaturen bis 400 Grad Celsius (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halde_Rheinelbe).

Was ist die Himmelstreppe?

Die Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe besteht aus 35 Betonquadern. Herman Prigann hat sie zu einem Turm gestapelt. Die Blöcke dienten früher als Fundament der Dortmunder Zeche Fürst Hardenberg. Die Skulptur überragt das frühere Zechengelände weithin (Quelle: route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-rheinelbe/).

Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park wurde die Halde Rheinelbe 1999 weiter aufgeschüttet und von Herman Prigann umgestaltet. Überregional bekannt wurde vor allem seine Himmelstreppe (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchen-Ückendorf).

Was ist der Skulpturenwald Rheinelbe?

Seit Anfang der 1990er Jahre ließ Herman Prigann auf der Halde Rheinelbe und im umgebenden Gelände einen „Skulpturenwald“ entstehen. Mauerstücke, Betonblöcke und alte Stahlteile aus dem Industriezeitalter bilden dort archaische Landschaftsskulpturen. Dazu kommen Naturmaterialien wie Eichenstämme und Kies. Zu den Arbeiten gehören die „Große Treppe“, die Skulptur „Mondholz“ aus verschraubten Baumstämmen und eine große Windwaage aus Stahl (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halde_Rheinelbe).

Am Aufgang zum Haldenberg stellte Herman Prigann Beton-Stelen mit eingeritzter Bergmanns-Lyrik des Ruhrgebiets auf. Sie sind inzwischen teilweise zerbrochen und nicht mehr vollständig erhalten. Manche Arbeiten liegen abseits der festen Wege im Wald (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halde_Rheinelbe).

Rund um die Halde Rheinelbe entstand nach Priganns Konzept eine Landschaft zum Dreiklang von Mensch, Natur und Technik. Grundlage war die Industriebrache, auf der sich seit der Stilllegung der Zeche Wald ausbreiten konnte. Der Industriewald ist heute Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten (Quelle: route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-rheinelbe/).

Was gibt es außer der Kunst?

In der ehemaligen Umspannstation der Zeche Rheinelbe hat die Forststation Rheinelbe ihren Sitz. Laut Route der Industriekultur ist sie die größte Station des Ruhrgebiets. Dort werden unter anderem Erlebniswanderungen für Erwachsene und Kinder angeboten (Quelle: route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-rheinelbe/). Termine bitte bei der Forststation selbst prüfen.

Auf einem an die Halde Rheinelbe angegliederten Gelände wurden laut Wikipedia alte Werkstatthallen in Künstlerateliers umgewandelt (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halde_Rheinelbe). In diesem Umfeld liegt auch die Kunststation Rheinelbe, siehe Ateliers und Kunstorte.

Was liegt in der Nähe?

Der Rheinelbepark in Ückendorf ist für seinen alten Baumbestand bekannt, darunter etwa 180 Jahre alte Buchen. Er geht auf den Garten der Villa des Industriellen Emil Kirdorf zurück. Dazu kam ein umzäunter Privatpark der Gelsenkirchener Bergwerks-AG für ihre leitenden Angestellten. Die Stadt Gelsenkirchen erwarb das Gelände 1959 und machte es für alle zugänglich (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchen-Ückendorf).

Die Gelsenkirchener Bergwerks-AG hatte ihren Sitz auf dem Gelände der Zeche Rheinelbe. Sie übernahm 1878 die Gewerkschaften Alma und Rheinelbe. Danach wurde sie zum wichtigsten Unternehmen Ückendorfs (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchen-Ückendorf).

Was sollten Besucher wissen?

Die Halde Rheinelbe ist bei Dirt-Bike-, Downhill- und Freeride-Fahrern sehr beliebt. Laut Wikipedia haben sie sich eigene Strecken außerhalb der normalen Wege gebaut. Wer zu Fuß unterwegs ist, bleibt deshalb besser auf den angelegten Wegen (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Halde_Rheinelbe).

Die Halde Rheinelbe lässt sich gut mit dem Fahrrad erreichen. Sie liegt an der früheren Kray-Wanner Bahn, dem heutigen Emscher Park Radweg (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchen-Ückendorf). Ein Fußweg aus dem Quartier steht im Rundgang durch Ückendorf.

Die Stadt Gelsenkirchen führt Halde Rheinelbe und Skulpturenwald Rheinelbe in ihrer Übersicht der Parks und Halden. Dazu verlinkt sie weiterführende Seiten zur Industriekultur (Quelle: gelsenkirchen.de/de/Freizeit/Ausfluege_und_Sehenswuerdigkeiten/Parks_und_Halden/). Führungen und Veranstaltungen bitte bei den jeweiligen Anbietern prüfen.

Weiter im Kapitel Orte

  1. Ateliers und Kunstorte in Gelsenkirchen-Ückendorf
  2. Künstlerinnen und Künstler in Ückendorf: Vereine, Siedlungen, Anlaufstellen
  3. Rundgang durch Ückendorf: von der Heilig-Kreuz-Kirche zur Halde Rheinelbe
  4. Heilig-Kreuz-Kirche Gelsenkirchen: Backsteinexpressionismus als Veranstaltungsort
  5. Künstlersiedlung Halfmannshof: Ateliers in Ückendorf seit 1931